Was man in Dresden gesehen haben muss

Was man in Dresden gesehen haben muss

5 Gründe, warum sie ihre nächste Städtereise nach Dresden führen wird?

Dresden, da steht doch die weltberühmte Frauenkirche und eine schöne Altstadt gibt es auch. Sorry, in Zeiten des Internets kann man sich eine ganze Menge Informationen holen. Oder? Ganz so einfach scheint es nicht zu sein. Denn ich finde beim Googeln immer wieder dieFrage: Was man in Dresden gesehen haben muss?


Was man in Dresden gesehen haben muss?Um Dresden wirklich entdecken, verlassen sie am Besten die historische Altstadt. So offenbart sich immer mehr Sehenswertes. Mit dem Handel an einer Furt hat alles begonnen. Seither erzählen viele Geschichten darüber. Mit diesen nehmen sie Dresden nicht mehr als eine Momentaufnahme wahr. Dresden erscheint gleichzeitig über mehrere Jahunderte. Vom Anbeginn über den mittelalterlichen Festungsbau bis zum Bau der Waldschlösschenbrücke.

1. Das barocke Dresden

Das barocke Dresden ist vor allem mit der schillernden Figur „August des Starken“ verbunden. Der in seiner Jugend, während eines kurzen Aufenthaltes am französischen Hof, den Dresdner Hof zu ungeahnten Größe verhelfen wollte. Der Dresdner Zwinger Zu keiner anderen Zeit gab es je wieder eine solche Entwicklung von Kunst und Kultur. Dresden verdiente sich, als das Florenz des Nordens bezeichnet zu werden. Der Kurfürst war chronisch pleite. Eine Finanzquelle für die angehäuften Schätze war das Meißner-Porzellan. Zu guter Letzt griff der sächsische Kurfürst nach der polnischen Königskrone. So hatte er es fast geschafft, unter den großen Reichen Europas, sich einen Namen zu machen. Der Glanz diese Zeit fasziniert heute immer noch die Dresdner und ihre Besucher.

2. Dresden als Musikstadt

Trifft man außerhalb Dresdens auf Musikliebhaber, schlägt gewöhnlich Sympathie entgegen. Es fallen Namen, wie Semperoper, Sächsische Staatskapelle und Dresdner Kreuzchor. Auch Webers Oper der Freischütz und Richard Wagner werden oft genannt. Dresdner Semperoper Die wechselvolle und durch viele Rückschläge gezeichnete Geschichte der Dresdner Musikszene hat ihren guten Ruf bis heute erhalten können. Die nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, 1985, wiedereröffnete Semperoper erfreut sich heute großer Beliebtheit. Seit über 40 Jahren ist auch der Jazz in Dresden zu Hause. Alljährlich im Mai treffen sich Jazz-Freunde zum Dixilandfestival.

3. Die Begeisterung für die Gründerzeit hält an

Olle Kamellen wird vielleicht der Eine sagen. Dennoch stehen Jung und Alt am Terrassenufer und bestaunen die alten Schaufelraddampfer. Was es auch immer sein mag, Dampfmaschinen ziehen Besucher magisch an. So sind auch die Dresdner Damfploktreffen immer sehr beliebt. Dampfloknostalgie in Dresden Wer kennt heutzutage nicht ODOL Mundwasser. Wer es erfunden hat, das wissen die wenigsten. Karl August Lingner. Sein vorher erfundenes Antiseptikum brachte ihn auf den Gedanken, die Fäulnis erzeugenden Bakterien im Mund zu bekämpfen. Was man mit ODOL macht. Aber was hat das nun alles ihrem Städtetrip nach Dresden zu tun? Der geniale Erfinder Lingner klärte anfangs über diese Tatsache auf. Später erweiterte Lingner das Thema auf Körperhygiene und welchen Nutzen diese der Volkswirtschaft bringt. Er ließ Modelle bauen, die alles veranschaulichen, bis Lingner im Jahr 1912 das noch heute gut besuchte Deutsche Hygienemuseums eröffnete. Auch im Zeitalter von Computer, Handys und Raumfahrt sind die Menschen noch von den Erfindungen aus der Gründerzeit fasziniert.

Natürlich dürfen wir nicht die Sächsische Dampfschiffahrt nicht vergessen. Sie gilt als die älteste und größte Raddampferflotte der Welt. Am Terrassenufer kann man heute immer wieder schmunzelnd beobachten, dass mehr Gäste auf den Schaufelraddampfern die Elbe entlang schippern als auf den modernen Salondampfern.

4. Mythos und Symbolik der zerstörten Frauenkirche

Es war Dienstagabend im Februar 1945, die meisten Dresdner waren schon zu Bett gegangen, als der Rundfunksprecher um 21:55 Uhr den Anflug großer Bomberverbände in den Äther rief. Nach nur 14 Minuten begann ein höllisches 25-minütiges Bombardement. Es folgten diesem noch drei weitere. Am Mittwochmorgen stand die brennende Frauenkirche erhaben mitten im Trümmerfeld des Dresdner Neumarktes. Gegen zehn Uhr gaben die ausgeglühten Innenpfeiler nach. Die Frauenkirche, die einst den Kanonenkugeln im 7-jährigen Krieg standhielt, fiel in Schutt und Asche.

Dresden wird langsam wieder aufgebaut und das Geld für den Wiederaufbau der Frauenkirche fehlte. 1966 wird die zerstörte Frauenkirche zum Mahnmal gegen den Krieg erklärt. In den 1980er Jahren, zu Zeiten, wo der „Kalte Krieg“ nur noch aus grenzenloser Hochrüstung besteht, ging von hier aus der Ruf nach Frieden, Verständigung und Versöhnung unter den Völkern aus. Die Frauenkirche Am 12. Februar 1990 ging ein Ruf um die Welt, der des Wiederaufbaues des Gotteshauses. Viele Spenden gingen ein, sodass mit dem Wiederaufbau 1994 begonnen werden konnte. Am 30. Oktober 2005 wird die Frauenkirche wieder eingeweiht.

Der Mythos der Frauenkirche gipfelt in ihrer Symbolik: Die für Frieden und Völkerverständigung steht, mit allen Menschen dieser Welt. Die Frauenkirche hat etwas, dass auf Besucher wie ein Magnet wirkt.

5. Die traumhafte Umgebung Dresdens

Nach Dresden zu kommen, ohne die Sächsische Schweiz gesehen zu haben, ist wie Makkaroni ohne Ketchup zu essen. Das faszinierende Felsengebirge haben schon die Maler der Romantik vor 200 Jahren entdeckt und für würdig befunden, die Schönheiten in ihren Bildern zu verewigen. Wer davon im Ansatz nur etwas erahnen will, unternimmt einen Tagesausflug auf die Bastei bei Rathen. Beim Aufstieg durch die Schwedenlöcher sieht man, welche Schönheiten die Sächsische Schweiz noch parat hält. Einfach ein „musst machen“. Die Gansfelsen. Malerweg elbsandsteingebirge Aber auch das Erzgebirge hat seine Reize. Die ehemalige Bergbauregion wartet mit vielen Schaubergwerken auf, die das Leben sowie die Arbeitsweisen der Bergleute veranschaulichen. Nach Rückgang des Bergbaus in dieser Region entwickelte sich das Kunsthandwerk. Handgefertigte Pyramiden, Räuchermännchen und Schwibbögen für die Weihnachtszeit sind beliebte Mitbringsel. Eine Fahrt mit einer der Schmalspurbahnen ist ein besonderes Erlebnis.

Meißen mit AlbrechtsburgMeißen ist die Stadt, wo einst die „Obersächsische“ Besiedlungsgeschichte begann. Verbunden wird die alte Burg- und Domstadt mit der Erfindung des Meißner Porzellan und dem Weinanbaugebiet mit den jährlich stattfinden Weinfesten. Ein Bummel durch die alte Stadt ist immer lohnenswert. Wer gern im Urlaub aktiv ist, fährt ab Dresden bis Meißen mit dem Fahrrad entlang der Elbe (ca. 2 Stunden).

<p<Schloss Moritzburg

Gern besucht wird das Jagdschloss Moritzburg. Vor allem im September zur Hengstparade. Allgemein bekannt geworden ist das ehemalige Jagd- und spätere Lustschloss sowie als Drehort und Ausstellung für den beliebten Film: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Ein Film, der in der im Weihnachtsfernsehprogramm ein Muss ist.

Planen Sie ein paar Tage für die Umgebung Dresdens ein. Diese ist mindestens genau so beeindrucken, wie Dresden. Selbst unsere Nachbarhauptstadt Prag ist nur einen Katzensprung entfernt.

Nach diesem Ausflug durch müssen Sie nicht mehr Fragen: Was man in Dresden gesehen haben muss?

Es sind nicht die Bauten die Dresden erlebenswert machen, sondern die Geschichten, die damit verbunden sind.


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