Tipps für eure Radreise auf dem Elbe-Radweg

7 Tipps für eine Radreise auf dem Elbe-Radweg

7 Tipps für eure Radreise

Den Elbe-Radweg von Hamburg bis Dresden? Habt ihr euch das richtig überlegt? – So sind die ersten Worte eurer Freunde und Verwandten, nachdem ihr euch geoutet habt. Manchmal wird dann das Thema gewechselt oder ihr bekommt viele gute Ratschläge. Die 7 wichtigsten Tipps bekommt ihr jetzt, damit eure Radreise auf dem Elbe-Radweg zu einem Erlebnis wird.

Ab und an befallen einen dann wirklich Zweifel, ob man solch einer Radreise gewachsen ist. Klar, wenn täglich zwischen 50 bis 100 km geradelt werden sollen, klingt das viel und muss wohl bedacht sein.

Tipp 1: Wie fit sind eure Beine?

Ein paar Radtouren werdet ihr sicherlich schon unternommen haben. Sonst kann diese Tour für euch wirklich zum Desaster werden. Wochenendradtouren werden oft mit 50 bis 60 Kilometer bestritten. Verlängert diese auf 70 bis 90 Kilometer. Im Elbtal müsst ihr nur selten steile Anstiege bewältigen. Als braucht ihr kein Bergtraining. Mit vier bis fünf Radtouren ab drei Monate vor Beginn eurer Radreise seid ihr fit.

Tipp 2: Wie fit sind eure Gesäßmuskeln?

Eure Gesäßmuskeln sind die wichtigsten, die ihr für diese Radreise braucht. Die schwächeln erfahrungsgemäß zuerst. Da spielt es auch keine, ob ihr mit einem Tourenrad oder mit einem eBike unterwegs seid.

Ein heißer und ernst zu nehmender Tipp

Die Gesäßmuskulatur ist sehr komplex. Jeder einzelne Muskel will gut trainiert sein. Bei einem Fitnesstraining könnt ihr den Trainer fragen, welche Übungen dafür am besten geeignet sind. Unkomplizierter sind Übungen über Youtube zu finden. Oder ihr setzt euch auf euer Rad und fahrt ein paar Kilometer.

Das ist einer der sehr wichtigen Tipps für eure Radreise auf dem Elbe-Radweg, wenn ihr nicht wollt, dass eure Radreise zu einem Martyrium werden soll. Bei meiner Radreise auf dem Elbe-Radweg habe ich unfreiwillig ein Telefonat mitgehört: “… Die nächste Etappe fahre ich mit dem Zug. Ich muss, meinem Hintern eine Pause gönnen…” Dabei ist der Radler erst zwei Etappen mit je 50 Kilometer von Hamburg gefahren.

Tipp 3: Wenn die Sonne macht, was sie will?

Jeden Tag 30 Grad will keiner auf der Radreise haben, aber auch nicht jeden Regen. Auf beide Extreme müsst ihr euch jedoch gut vorbereiten.

Lacht die Sonne, vergesst nicht den Sonnenschutz. Genauso wichtig ist eine Kopfbedeckung. Die braucht ihr nicht nur wegen der Sonne, zum Verhindern eines Sonnenbrandes auf dem Kopf, sondern auch, weil diese auch gegen dehydrieren hilft. Besser ist natürlich eine Kopfbedeckung mit Fahrradhelm.

Das andere Extrem ist Regenwetter. Regenkleidung allein hilft nicht, wenn ihr mehr als nur einen Schauer abbekommt. Das Wichtigste ist, trocken und warm zu bleiben. Feuchte Kleidung und frieren hat so manches Tourenende eingeläutet. Hilfreich ist Funktionswäsche, die die Feuchtigkeit schnell nach außen ableitet. Abends in der Unterkunft, dann schnell in trockene Sachsen schlüpfen.

Führt ihr euer Gepäck selbst mit, dann könnt ihr euch „Weltenbummler“ nennen. Habt ihr eure Sachen nicht gut gepackt, dann kann es übel werden. Vielleicht ist das einen Gedanken wert über vorausgebuchte Unterkünfte mit Gepäcktransport nachzudenken.

Tipp 4: Um Unterkünfte selber kümmern oder Unterkünfte vorausbuchen

Echte Weltenbummler führen all ihre Sachen in den am Fahrrad befindlichen Taschen mit und buchen ihre Unterkünfte da, wo sie gerade aufschlagen. Ein hartnäckiges Feeling, nur um einen Hauch von Abenteuer zu erleben. Ich will nicht mosern. Aber die Erlebnisberichte der Selfmade-Organisatoren hören sich dafür oft abenteuerlich und eher weniger erlebnisreich und erholsam an. Vor allem wenn es darum geht zu erklären, warum die Radreise abgebrochen wurde.

Ich denke, alles selbst zu organisieren solltet ihr nur tun, wenn ihr die nötigen Erfahrungen dafür habt. Das bringt viel zu viele Unbekannte mit sich auf der Tour, die echte Gutelaunekiller werden können. Entspannter ist solch eine Radreise bei Vorausbuchung der Unterkünfte, vielleicht noch mit Gepäcktransfers. Da müsst ihr euch um nichts kümmern. Ihr könnt voll und ganz euren Leidenschaften folgen. Und an regnerischen Tagen wartet Abends ganz bestimmt trockene Kleidung auf euch.

Überlegenswert sind beide Organisationsformen. Sportive Radfahrer haben dazu bestimmt andere Ansichten als Radler, die auf ihrer aktiven Radreise entspannt etwas erleben wollen.

Tipp 5: Wenn der Partner Macho spielt

Eine ganz üble Sache. Wenn ich meiner Frau bei früheren Radtouren zu weit vorausgeeilt bin, kam bei der nächsten Gelegenheit, die Bemerkung – Pranzer! – recht hat sie ja. Ich, wollte ja mit ihr, eine Radtour machen und nicht mein Ego spazieren fahren.

Auf unserer Radreise zwischen Hamburg sind wir vielen dieser Ungleichnissen begegnet. Einmal kam ein Mann gemütlich vornweg gefahren und die Frau keuchte 200 Meter hinterher. Schlimmer war bei einem anderen Paar anzusehen, dass die hinterher keuchende Frau auch noch das gesamte Gepäck transportierte. Und der Hit waren zwei Männer, die den Elbe-Radweg gemeinsam radelten und der schwächere Radler etwa einen halben Kilometer hinterher radelte. Mich hat nicht gewundert, dass er sein Rad samt Gepäck in den Straßengraben geworfen hat und sich auf die Böschung setzte.

Manche haben dieses Problem bereits erkannt. Uns ist ein Paar begegnet, dass wahrscheinlich nach heftigen Diskussionen eine Lösung gefunden hat. Der Mann fährt jetzt keuchend vornweg und die Frau kommt relaxt auf einem eBike hinterher. Es geht doch! So schön kann die Liebe sein.

Tipps für eine Radreise - der Schwächste legt die Geschwindigkeit vor
Der Schwächere legt die Geschwindigkeit vor – dann gibt es keinen Stress beim Radeln

Ich favorisiere eher eine andere Variante. Der schwächere Radler legt die Geschwindigkeit vor. Radeln ist dann für beide entspannend. Auch dass ist einer der wichtigsten Tipps für eure Radreise auf dem Elbe-Radweg. Also lautet mein Appell an euch: Liebe Männer und Frauen, die ihr gern vorauseilt, lasst euren Partner die Geschwindigkeit bestimmen und schon verfliegt der Reisestress.

Tipp 6: Die Radreise mit dem eigenem Rad oder einem Leihfahrrad machen?

Klar, jeder fährt am Liebstem mit dem eigenen Rad. Da weiß man, was man hat. Der Sattel ist geformt und an die Schaltung seid ihr gewöhnt. Keine Gründe, um sich nicht ein paar Gedanken über Leihfahrräder zu machen.

Was ist, wenn sich die Anreise zum Startpunkt der Radreise durch die Mitnahme des eigenen Rades, um Tage verzögert? Oder die Vorausbuchung beziehungsweise Voranmeldung der Fahrräder sich zum blanken Stress entwickelt? Dann wird der Gedanke an diese Reiseidee ganz schnell at acta gelegt. Schade! Denn solche Schwierigkeiten könnt ihr umgehen. Leiht euch die Räder aus.

Tipp 7: Welche Reisezeit ist die Beste?

Im Sommer ist es immer schön. Ein tief verwurzelter Irrtum. Gerade die letzten Sommer haben gezeigt, dass es lange Regenperioden oder Hitzewellen geben kann.

Derweil überraschen die Tage nach den Eisheiligen (nach dem 15. Mai) bis zur Schafskälte (etwa 20. Juni) sehr häufig mit angenehmen Radlerwetter. Zusätzlich stehen Brückentage zur Verfügung. Das bedeutet, sehr zeitig buchen. Der Januar kann für eine Buchung schon zu spät sein.

Ein Wermutstropfen dieser Reisezeit sind die nördlichen Regionen des Elbe-Radweges zwischen Hamburg und Dresden. Während dieser Zeit ist der Eichenprozessionsspinner aktiv. Eine Raupenart deren feine Härchen Hautreizungen verursachen und teilweise allergische Reaktionen, selbst beim Vorbeifahren hervorrufen.

Es scheint dagegen auch kein Kraut gewachsen zu sein. Deshalb kann ich allergisch reagierenden Radlern nur empfehlen, sich langärmlig zu kleiden und einen Mundschutz mitzuführen. Oder, ihr weicht auf eine andere Reisezeit aus. Im Internet findet Ihr auch die Stellen des Elbe-Radweges, deren Bäume besonders stark vom Eichenprozessionsspinner befallen sind.

Alternativ werden auch gerne, die warmen Tage im September für Reisen auf dem Elbe-Radweg in Betracht gezogen.

Fazit

Bei allen Tipps, die ich hier gegeben habe, lege ich euch ganz besonders zwei ans Herz. Einmal euren Gesäßmuskel zu trainieren und beim Partner nicht den Macho rauszuhängen. Alle anderen Tipps helfen euch. Der Macho und der Gesäßmuskel sind zwei richtige Urlaubskiller.

Wenn ihr mehr über die Radreise auf dem Elbe-Radweg zwischen Hamburg und Dresden erfahren wollt, dann lest den Erlebnisbericht: Radreise von St. Pauli bis zum Dresdner Zwinger

So jetzt kann ich nur noch sagen: Viel Spaß beim Radeln.

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