Spaniens Paradores sind Spaniens Lebensarten

Wo sie auf Reisen spanische Lebensart finden?

Einfach gesagt: Gehen sie dahin, wo Einheimische keine Minderheit gegenüber den Touristen sind. Da finden sie, die mit der spanischen Lebensart verknüpfte spanische Seele. Aber in wie vielen Seelen offenbart sich Spanien? Mit Sicherheit in mehreren. Denn den Spanier gibt es eigentlich nicht. Spanien ist seit Jahrtausenden ein Einwanderungsland. Viele Kulturen haben das Land, wie es heute sich darstellt, regional geprägt.

Welche dieser Lebensarten wollen sie kennenlernen?

Unterschiede finden sie in den autonomen Regionen. Jede dieser hat einen eigenen Schlag an Menschen. Denn ein Galicier ist eben anders als ein Katalane; ein Andalusier anders als ein Galicier; ein Mallorquiner anders als ein Andalusier und ein Kanari wiederum anders als Mallorquiner.

Wichtig bei der Wahl, sind auch die klimatischen und natürlichen Lebensumstände der Menschen. Davon wird die Lebensweise stark beeinflusst. Damit sie zielgerichtet suchen können, stellen sie sich voher folgende Fragen:

  • Was interessiert sie an der gewählten Region?
  • Wollen sie auf abgelegenen Routen Land und Leute kennenlernen?
  • Mögen sie es lieber mediterraner?
  • Bevorzugen Sie Bergregionen?
  • Lassen sie sich gern kulinarisch verführen?
  • Welche der geschichtlichen Einflüsse wollen sie näher kennenlernen?

Sicherlich werden sie ihre Wunschreise kaum als eine Reisepauschale vorgefertigt finden. Meistens sind Kompromisse notwendig. Jedoch gibt es auch andere Möglichkeiten.

El Parador – eine Herberge für Erlebnisreisende

Die erste Herberge hat 1928 kein geringerer als der spanische König selbst errichten lassen. Der Name: El Parador, ein Hotel in der Bergeinsamkeit der Sierra de Gredos (westlich von Madrid). Das Haus hatte 30 Betten. König Alfonsos XIII. eröffnete das Hotel mit dem Leitgedanken:

Komfortabel und geschmackvoll eingerichtete Häuser sollen den Aufenthalt, auch abseits touristischer Gebiete, so angenehm wie möglich machen.

Dieser Herausforderung stellen sich die Paradores, die mittlerweile auf etwa 100 angestiegen sind, heute noch. Ausgewählte Qualität sowie regionale Gasfreundschaft und Aufmerksamkeit gegenüber seinen Gästen gehören zur Identität dieser Hotelgruppe.

Arten und Lage – der Paradores

Ein Teil der Objekte sind auserlesen und ein anderer Teil, sind neu gebaut. Die Hotelkategorien liegen zwischen zwei und fünf spanischen Sternen. Wobei ich sagen würde, es kommt bei diesen Reisen eher weniger auf die Klassifizierung der Hotels an. Viel mehr steht das Erleben im Vordergrund. Denn etwa zwei Drittel der Betten sind in historischen Gebäuden untergebracht. Klöster, Burgen, Adelspaläste und Herrenhäusern bieten ein einmaliges Ambiente für ihre Übernachtung sowie ihrem Reiseerlebnis.

Die Verwendung historischer Gebäude war ein guter Schachzug des Königshauses. So konnten die dem Verfall bestimmten Bauten gerettet werden. Allerdings ist das auch eine wirtschaftliche Herausforderung des Staatsbetriebes, die sie an manchen Stellen auch die Kehrseite der Medaille spüren lässt.

Die Paradores kann man gliedern in:

  • Historische Paradores
  • Paradores in regionalen Ortschaften oder Städten
  • Paradores in Gebirgsregionen
  • Paradores am Meer

Die meisten der Paradores befinden sich abseits des Trubels. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind diese teilweise schlecht erreichbar. Das sollten sie bei der Planung ihrer Reise beachten.

ReiseTipp – Paradores

Paradores haben in der Saison mit 80% Bettenbelegung eine gute Auslastung. Eine vorherige Reservierung empfehle ich in jedem Fall. Denn auch die Preise sind in der Regel königlich. Dem entgegen Wirken Angebote der Hotelkette oder die auf unser Seite aufgeführten Paradores Mietwagen-Rundreisen.

Literatur: Spaniens Paradores (Wolfgang Abel)


Bildnachweis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.