Die Sache mit dem Fluggepäck - Online Reisebüeo Ehrlich

Ärger am Flughafen mit Übergepäck

4 Tipps, wie Sie die Gepäckbestimmungen der Airlines im Griff haben

Morgens am Flughafen. Endlich Urlaub und am Check-in der Airline angelangt. Das Gepäck wird auf die Waage gelegt und die freundliche Dame am Schalter sagt: Ihre Gepäckstücke wiegen je 20 Kilogramm, sie haben aber nur eine Freigepäckgrenze bis 15 Kilogramm. Noch ist Staunen und Wundern angesagt. Das kostet für je 5 Kilogramm Übergepäck 50 Euro. Autsch, das tut weh!

Hätten sie sich vorher informiert, wäre das sicherlich nicht passiert. In den letzten Jahren haben sich die Gepäckbestimmungen erheblich geändert. Aus den Reisebestätigungen der verschiedenen Veranstalter ist das für den Buchenden nicht immer offensichtlich. Die Sorglosigkeit der früheren Jahre ist vorbei. Und 20 Kilogramm Fluggepäck ist kein muss, selbst nicht bei Pauschalreisen.

Was müssen Sie beachten, damit Sie nicht von Übergepäck-Nachzahlungen überrascht werden?

1.) Das Reisegepäck bei Pauschalreisen

Gute Reiseveranstalter haben auf ihren Reisebestätigungen die Mitnahme von Reisegepäck geregelt. Die sich ständig verändernden Bedingungen und neuen Trends erfordern unbedingt Ihre Aufmerksamkeit.
Der Reiseveranstalter TUI macht es vor (siehe Bild). Alle wichtigen Informationen für Ihr mitzuführendes Reisegepäck sind in der Reisebestätigung auch für den Laien ersichtlich. Nur die Bestimmungen über das Handgepäck fehlen noch. Dazu aber später.

TUI Reisebestätigung zu den Reisegepäckbestimmungen

Bevor wir uns weiter vertiefen, möchte ich noch etwas über zwei immer wieder auftauchende Begriffe sagen. In der TUI Reisebestätigung tauchte schon das Piece-Concept auf: Es beinhaltet, wie viel Gepäckstücke ohne Handgepäck, je Person, mit welchem maximalen Gewicht mitgeführt werden dürfen (Gewicht je Gepäckstück). Gängige Abkürzungen lauten PC oder P. Dem gegenüber steht das Weight-Concept: Die Gepäckreglung wird in der Regel pro Person angegeben, die eine bestimmte Anzahl von Gepäckstücken mit einem festgelegten Gesamtgewicht aufgeben darf (Gewicht für mehrere Gepäckstücke).
Wenn auf Kurz- und Mittelstrecken meist das Stückkonzept (PC) angewandt wird, so ist auf Businessflügen und teilweise auf Langstreckenflügen das Gewichtskonzept (WP) vorherrschend. Genaueres zu beiden Konzepten erfahren Sie über die Webseiten der Airlines.

Bei einigen Reiseveranstaltern werden sie Formulierungen finden, wie: Gepäckinformationen erhalten Sie über die Webseite der Airlines oder ähnlich. Andere tragen nur PC oder WC ein. In beiden Fällen besuchen Sie sicherheitshalber die Webseite der Airline.

2.) Nurflugbuchungen via Internet

Schnell und billig kann teuer werden. Das mussten in vergangener Zeit einige Reisende feststellen, die ihren Linienflug über Reiseportale oder die Webseiten der Airlines buchten. Während Sie vom Service der Airlines noch unterstützt werden, ist das über Reiseportale bis auf wenige Ausnahmen eher weniger der Fall.

Einige Portale verweisen noch immer auf die Seiten der Airlines. Andere hingegen geben direkt Angaben zu den Gepäckbestimmungen während der Buchung an.

3.) Die Tücke mit dem Handgepäck

Was früher eher als Richtlinie galt und meist sehr großzügig gehandhabt wurde, kann heute zur Übergepäckfalle werden. Die Bestimmungen sind zwar strenger geworden. Bei vielen Airlines ist pro Person ein Gepäckstück mit den Maßen 55 cm X 40 cm X 20 cm und einem Gewicht zwischen 5 und 10 Kilogramm enthalten. Die genauen Maße und Gewichtsangaben müssen Sie auch hier auf den Seiten der Airlines nachsehen. Denn selbst die Handgepäckgrößen sind sehr unterschiedlich.

4.) Ihr Vorteil beim Reisen ohne Gepäckpauschalen

Brauchen Sie für eine 4-tägige Städtereise wirklich 40 Kilogramm Gepäck? Sicherlich nicht. Hier sind seit einigen Jahren die ­Lowcost-Airlines Vorreiter. Sie bieten wie schon beschrieben Flüge ohne die übliche Gepäckpauschale an. Integriert sind jedoch Handgepäckpauschalen meist ab fünf Kilogramm.

Was braucht man wirklich auf solch einer Reise? Wer mehr benötigt, kann sich nach Bedarf Gepäckstücke hinzubuchen. Die Industrie für Reisegepäck hat sich darauf schon eingestellt und bietet in entsprechenden Größen leichte und ultraleichte Gepäckbehältnisse in entsprechenden Größen an.

Es liegt an uns, ob wir die von den Airlines, zwar eher aus wirtschaftlichen Erwägungen, gemachten Angebote annehmen und für uns nutzen. Es macht Sinn künftig sein Reisegepäck für den nächsten Urlaub besser zu planen. Denn die jetzigen Veränderungen stellen nur einen Anfang dar. Der erkennbare Trend ist eindeutig. Die Gepäckpauschalen werden vom Markt verschwinden.

Einige Vielflieger haben diesen Trend schon erkannt und nutzen diesen. Allerding sagen mir der häufig bekanntwerdende Ärger mit den Fluggepäcknachzahlungen anderes.

Was sagen sie dazu? Ist es besser überall seine gewünschten Leistungen separat zu buchen oder haben auch Pauschalen ihren Vorteil. Schließlich schließlich bekommt man dann ein ­Flugticket-Verpflegungs-Gepäck-Alles-Inklusive-Paket.

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